- Damit elektronische Bauteile, die mit Satelliten ins All geschossen werden, den harten Bedingungen im Weltall widerstehen, werden sie zuvor extremen Tests in irdischen Laboren unterzogen. Dafür müssen die Kleinteile wegen der hohen Konvektion fixiert sein. Tesat- Spacecom verwendet hierfür Werkstückträger von LK-Mechanik.
Werkstückträger trotzt extremen Bedingungen
In acht Jahren soll der europäische Mars-Rover auf dem roten Planeten unter anderem nach Spuren von Leben suchen. An den Entwicklungen ist auch Tesat-Spacecom beteiligt: Das Backnanger Raumfahrtunternehmen ist für die Evaluation und Beschaffung der elektronischen Bauteile verantwortlich.
Um sicherzustellen, dass die Bauteile für die tiefen Nachttemperaturen auf dem Mars geeignet sind, werden sie 240 Temperaturschocks ausgesetzt. Der Temperatursprung erfolgt dabei mit 40 K/min von +70 bis –130 °C. Um diesen hohen Temperaturgradienten zu erreichen, wird beim Kühlen mit Flüssigstickstoff gearbeitet, der sehr schnell im Temperaturschrank verteilt wird. Dadurch entsteht im Innern des Temperaturschrankes eine hohe Konvektion. Vor allem für kleine und leichte Bauteile muss daher eine sichere Halterung und Sortierung gewährleistet werden – und dabei doch die Kälte schnell genug an die Teile gebracht werden.
Die Lösung von LK-Mechanik für die Werkstückträger besteht aus zwei verschieden großen Rahmen mit unterschiedlichen Höhen sowie Böden aus Maschengewebe mit divergenten Maschenweiten für die Luftzirkulation. Die Böden für die Kleinteile besitzen keine Maschen, da für die Wärmeleitung ein dünner Blechboden ausreicht. Das eigentliche Behältnis bilden spezielle Einlagen (Nester). Ein verschraubbarer Deckel, der ebenfalls mit Maschengeweben ausgestattet ist, bildet den Abschluss.
Mit Boden und Deckel aus Maschengewebe wurden der Materialeinsatz und die Aufwärm- und Abkühlzeiten erheblich reduziert, um den Energieverbrauch gering zu halten. Die Einlagen weisen eine Besonderheit auf: eine abgeschrägte Ecke als Lageorientierung. Dadurch können kleinste Bauteile, die keine Seriennummer besitzen, in der Versuchs-Serie sortiert und eindeutig zugeordnet werden. So lassen sich die einzelnen Messwerte der Bauteile auswerten.
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