- In einem mehrjährigen Organisations- und Softwareprojekt mit den Supply-Chain-Spezialisten von Wassermann hat die Kuka Roboter ihre Fertigungsplanung optimiert. Mit der Software WayRTS (Real Time Simulation) ist es den Augsburgern jetzt möglich, die Fertigung ihrer Robotervarianten in Losgröße 1 transparent zu steuern.
Software optimiert Roboterfertigung
Mit der Software können bei Kuka nun verschiedene Fertigungsszenarien simuliert und Planungsentscheidungen in das datenführende SAP-System zurückgeschrieben werden. Den Kunden können so schon bei der Auftragsbestätigung belastbare Liefertermine für die Robotervarianten benannt werden.
Dank der über WayRTS verfeinerten Visualisierung der Kapazitätsplanung und der detaillierten Zuordnung von Materialien und Aufträgen konnte Kuka seine Termintreue steigern, dabei gleichzeitig die Materialbestände senken und so die Wettbewerbsfähigkeit erheblich verbessern. Denn heute haben die Planer nicht nur die Möglichkeit, die Kapazität jeder einzelnen Fertigungszelle und Maschine zu steuern, sondern auch über Szenariotechniken verschiedene Planungssituationen zu simulieren, um zum optimalen Ergebnis zu kommen.
Die Robotervarianten werden vom Vertrieb über einen Konfigurator im SAP definiert und anschließend konsequent mit Losgröße 1 als Einzelauftrag gefertigt. Aufträge, Stücklisten, Materialbestände, Lieferzeiten und andere Grunddaten werden dazu über eine Schnittstelle aus dem SAP in die WayRTS-Software übernommen. Umgekehrt werden die Konsequenzen der Planungsentscheidungen zurückgeschrieben und so im datenführenden SAP, beispielsweise Fertigungsaufträge, ausgelöst.
Zu den weiteren Anforderungen des Roboterherstellers gehörten ein hoher Automatisierungsgrad der Planung, die Möglichkeit der Mehr- werkeplanung, Szenariotechniken, die Anlage und Berücksichtigung von Dummy-Aufträgen in der Planung und die transparente Zuordnung von Materialien und Lagerbeständen zu den einzelnen Aufträgen.
„Fertigungsqualität, Termintreue und ein zuverlässiges Variantenmanagement sind für unseren Erfolg am Markt extrem wichtig. Entsprechend hoch waren unsere Anforderungen an das Projekt und die Software für Advanced Planning and Scheduling (APS)", so Udo Erath, Director Global Production bei Kuka. „ Positiv fanden wir dabei, dass Wassermann bereit war, sich durch die Erfolgsbindung am Projektrisiko zu beteiligen."
Wassermann AG www.wassermann.de
