- Um Daten aus Fertigungssystemen zu analysieren, bietet sich die Integration der Maschinen und Anlagen mit Business-Applikationen wie ERP und Qualitätssicherungslösung an. Dazu benötigen Betriebe eine performante Integrationsplattform. Die folgenden Praxisbeispiele erläutern die Vorteile einer solchen unmittelbaren Anbindung der betrieblichen Datenerfassung.
Datenintegration in der Praxis
1. Bei einem Automobil-Zulieferer werden in der Produktion Systeme verwendet, die nicht ohne weiteres ausgetauscht werden können. Über die Integrationssoftware werden selbst ältere Maschinen angebunden und somit für BDE- und ERP-Systeme zugänglich. Die Software ergänzt hierbei Daten der Anlage oder sammelt zusätzliche Informationen, die von der Maschinenschnittstelle nicht geliefert werden.
2. Bei einem Elektronikfertiger ist für eine Anlage bereits eine Steuerungssoftware vorhanden. Diese kann aber nicht direkt in die Systemlandschaft integriert werden. Für solche Szenarien wurde eine Zwischenschicht geschaffen, die beide Seiten miteinander verbindet. Diese Schicht sorgt für die Beschaffung der nötigen Daten aus den BDE/ERP-Systemen, bereitet diese auf und übergibt sie an die Steuerungssoftware. Ist ein Prozess auf der Maschine abgeschlossen, werden die Maschinendaten von der Schnittstelle wieder entsprechend aufbereitet und an das übergeordnete System weitergeleitet.
3. In einer Gießerei gibt es unterschiedliche Anlagen und Steuerungen, die miteinander kommunizieren müssen. Hierbei kann es nötig sein, diese Kommunikation zu überwachen und zu steuern. Ein einfaches Frontend ermöglicht das. Es hat Zugriff auf die Steuerungen und die nötigen Prozessdaten aus einer Oracle-Datenbank und dem übergeordneten ERP-System. Dem Mitarbeiter können somit alle Daten direkt angezeigt werden, um die nötigen Eingriffe vorzunehmen. Die Anlagensteuerungen können unabhängig bleiben, da die Schnittstellen von der Software verwaltet werden.
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