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Befindet sich ein Fahrzeug in korrekter Prüfstellung, positioniert eine Lineareinheit den Farbsensor mit Hilfe eines Ultraschallsensors mit einer Wiederholgenauigkeit von ±1 mm
Farbsensoren von Ipf punkten selbst unter schwierigsten Einsatzbedingungen mit einer sicheren Erkennung von Farben sowie feinster Farbabstufungen oder -verläufe. Das zeigt das Beispiel der automatisierten Lacktonerkennung in der Automobilindustrie.
Befindet sich ein Fahrzeug in korrekter Prüfstellung, positioniert eine Lineareinheit den Farbsensor mit Hilfe eines Ultraschallsensors mit einer Wiederholgenauigkeit von ±1 mm
Automobilmontage: Sehr ähnliche Lackvarianten im Blautonbereich sind eine besondere Herausforderung

Farbsensoren prüfen 17 Lacktöne

Die Karosseriemontage eines deutschen Automobilherstellers wird allein für einen Fahrzeugtyp mit bis zu sieben verschiedenen Anbauteilen von unterschiedlichen Zulieferern beliefert. Dennoch muss bei allen Anbauteilen und der Karosserie exakt der gleiche Lackton gewährleistet sein. Da die Zulieferteile bereits einer qualitativen Bewertung unterzogen wurden, konzentriert sich der Automobilhersteller auf die Überwachung der Fahrzeugkarosse.

Um dabei eine lückenlose und automatisierte Lackprüfung über die gesamte Tagesproduktion von rund 2000 Autos zu bewältigen, ist aber eine Farberkennung von rund 17 Lackvarianten und deren Farbverläufen bei glänzenden Oberflächen und teilweise nahe beieinander liegenden Farbtönen sicherzustellen – und das bei hoher Wiederholgenauigkeit sowie einer hohen Messrate.

Für die exakte Parametrierung des Farbsensors hat Ipf daher eine spezielle Software entwickelt. Insbesondere die sehr ähnlichen Lackvarianten im Blautonbereich stellten hierbei eine besondere Herausforderung dar. Um minimale Farbunterschiede erkennen zu können, muss unter anderem die Lichtleistung der Weißlichtquelle des Gerätes genau eingestellt werden.

Die genaue Identifizierung der bis zu 17 vorhandenen Farbtöne wird durch den Vergleich der aktuellen Messwerte des Farbsensors mit den im Vorfeld ermittelten Referenzwerten für die Farb- und Intensitätsparameter bei einer lacktonspezifischen Lichtquellengrundleistung und der zugehörigen Toleranzabstufung erreicht.

Befindet sich ein Fahrzeug in korrekter Prüfstellung, positioniert eine Lineareinheit den Farbsensor mit Hilfe eines Ultraschallsensors mit einer Wiederholgenauigkeit von ±1 mm in den erforderlichen Schaltabstand zur Oberfläche. Die Messung erfolgt von beiden Seiten des Fahrzeugs über den hinteren Radkästen, denn dieser Bereich ist hinsichtlich der korrekten Lackierung besonders kritisch.

Die Referenzdaten für jeden Lacktyp sind auf einem Leitrechner gespeichert, der mit dem Farbsensor über einen RS232/Ethernetkonverter bzw. Gateway verbunden ist. Die zu prüfende Karosse wird über ein Barcodelesegerät identifiziert, damit der Leitrechner erkennen kann, welcher Lack auf der aktuell zu prüfenden Karosse aufgetragen sein sollte.

Zur Bestätigung überträgt der Leitrechner die Prüfparameter (Sendeleistung, Toleranzabstufung, Referenzwerte für Farbton und Intensität) auf den Sensor. Dieser vergleicht dann die Prüfparameter mit den gemessenen Werten und zeigt an, ob sich diese innerhalb der Grenzen für Farb-, Farbverlaufs- und Intensitätsgrenzen befinden. Anschließend werden die Prüfergebnisse wieder an den Leitrechner übergeben.

Ipf Electronic GmbH www.ipf.de

31.08.2011


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