- US-Autohersteller müssen laut Gesetz die Produktionsdaten der montierten Reifen in einer Datenbank speichern. Die nötigen Infos befinden sich in einer DOT-Nummer an der Reifenseitenwand. Das automatisierte Lesen der Nummern stellt allerdings eine große Herausforderung dar. Volvo löst das Problem mit Hilfe eines Laser-scanners von Micro-Epsilon.
Laserscanner liest Reifendaten aus
Schwarze Buchstaben auf schwarzem Hintergrund: Die DOT-Nummer (DOT steht für Department of Transportation) eines Reifens ist in den schwarzen Gummi auf der Oberfläche entweder erhaben oder eingeprägt. Die schwarzen Buchstaben können also aufgrund des fehlenden Kontrasts von keiner herkömmlichen Kamera gelesen werden.
Mit Hilfe des Triangulationsprinzips misst daher ein Scancontrol 2750-100 die Entfernung zur Oberfläche. Der Sensor sendet dann ein Höhenprofil des Reifens an die Anwendungssoftware. Dunkel bedeutet eine weite Entfernung, hell signalisiert eine geringe Entfernung zum Sensor. Eingeprägte Buchstaben sind also heller als das übrige Material, dagegen erscheinen erhabene Buchstaben dunkler.
Damit der Gesamtprozess nicht verlangsamt wird, stehen für die Reifenüberprüfung maximal 4,5 Sekunden zur Verfügung. Das erfordert eine hohe Geschwindigkeit auf der kontrastarmen Oberfläche. Der Sensor wird mit einer Profilfrequenz von 2000 Hz betrieben und liefert über eine Million Messpunkte pro Sekunde.
Da sich die DOT-Nummer an verschiedenen Seiten des Reifens befinden kann, kommen zwei Lasersensoren zum Einsatz: Einer für jede Seite des Reifens. Die hohe Datenrate wird dank der leistungsfähigen Schnittstelle Sensoren erreicht: Gigabit Ethernet oder IEEE 1394/Firewire stehen zur Verfügung.
Wenn der Reifen um 360° gedreht wird, ist diese Bewegung nicht kontinuierlich. Darum ist es notwendig, die Reifenbewegung mit der Messung zu synchronisieren. Dank des leistungsfähigen Triggereingangs kann diese Aufgabe einfach gelöst werden.
Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG www.micro-epsilon.de
