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Roboter FD050N beim Greifvorgang
Mithilfe von Kawasaki-Robotern automatisiert der Bio-Pionier Allos Teilbereiche seiner Fertigung. Nach einem Vision-gesteuerten Delta-Picker zur Konfektionierung und Verpackung von Bioriegeln folgte nun eine Palettierzelle für Fruchtaufstrich-Gläser.
Roboter FD050N beim Greifvorgang
Zelle muss lebensmitteltauglich konzipiert und einfach zu reinigen sein

Roboter palettiert die Biomarmelade

Seit nunmehr über 35 Jahren produziert Allos Bioprodukte wie Honig, Müsli oder Fruchtschnitten. Nachhaltigkeit ist hier das Stichwort, und in gleicher Weise wird bei Allos auch über die Perfektionierung der Produktion nachgedacht. Jüngstes Projekt war der Bau einer Palettierzelle, die genau auf die Bedürfnisse der Fruchtaufstrichproduktion abgestimmt sein musste.

Die Ausarbeitung des Konzepts und der Programmierung wurde in enger Zusammenarbeit mit Kawasaki erstellt. Die Zelle wurde von Allos konzipiert und durch ein lokales Metallbauunternehmen gefertigt. „Auch wenn wir keine fertigen Applikationen liefern, so sind wir doch in der Lage, Kunden mit entscheidender Beratung zur Seite zu stehen und natürlich auch bei der Programmierung des Roboters jederzeit zu helfen", erläutert Johannes Rolf, Vertriebsleiter bei Kawasaki Robotics.

Felix Brockhage, Teamkoordinator Technik bei Allos, fasst die Anforderungen zusammen: „Palettierung von verschieden großen mit Fruchtaufstrichgläsern gefüllten Kartons im Nassbereich. Die Zelle muss lebensmitteltauglich konzipiert und einfach zu reinigen sein. Eine manuelle Palettierung der Gesamtanlage muss weiterhin gewährleistet werden. Amortisierungszeitraum: Zwei Jahre."

Der Prozess im Einzelnen

Der Fruchtaufstrich wird gekocht und in 250-ml-Gläser abgefüllt. Nach dem Passieren einer Abkühlstrecke werden die Gläser etikettiert und von einem Setzpacker in Kartons umgesetzt. Eine nachfolgende Kontrollwägung verhindert die Auslieferung von falsch befüllten Gläsern. Fehlerhafte Füllungen werden hier automatisch ausgeschleust.

Die korrekt befüllten Kartons werden dann verschlossen, bedruckt und mit einem Scanner auf Druckfehler überprüft. Fehlerhaft bedruckte Kartons werden an der Palettierung vorbei gefördert. Das Förderband in der Palettierzelle schaltet dazu einen Stopper auf Durchfahrt, der Roboter bekommt ein Haltesignal, so dass der Karton selbst, am Roboter vorbei, ausgeschleust wird. Gleiches gilt bei Sonderpaletten oder Anlagenstillstand zu Wartungszwecken. Auch hier wird der Stopper auf Durchfahrt geschaltet, so dass am Anlagenende manuell palettiert werden kann.

Die Basis der Palettierzelle besteht aus einem zentral angeordneten Palettierroboter FD050N, der auf zwei Europaletten palettiert. Eine Maßgabe war es laut Brockhage, „den Prozess so einfach wie möglich zu gestalten, um die Bedienung der Anlage nicht zu verkomplizieren." Einen manuellen Wechsel der Paletten können die Produktionsmitarbeiter daher sehr einfach selbst durchführen.

Sobald beide Paletten befüllt sind, werden diese gleichzeitig manuell gewechselt. Eine Staustrecke nimmt die in dieser Zeit produzierten Kartons auf. Dies geschieht alle 15 bis 20 Minuten je nach palettiertem Produkt.

Die unterschiedlichen Produkte werden nach Bedarf in 5 bis 9 Lagen à 36 Kartons oder 8 Lagen à 26 Kartons palettiert. Die notwendigen Palettenmuster sind als Variablen im Roboterprogramm hinterlegt und können nach Bedarf abgerufen werden.

Die Taktzeit der Palettieranlage beträgt momentan bis zu 750 Kartons und wird mit einer Leistung von 40 bis 60 Prozent betrieben. Es gibt genug Reserve, um über die Anbindung einer zweiten Abfüllanlage nachzudenken. Zwar ist mit der derzeitigen Greiftechnik nur eine Steigerung bis ca. 70 % möglich. Die Änderung der Greiftechnik ist jedoch problemlos möglich, so dass eine höhere Taktzeit erreichbar ist.

Kawasaki Robotics GmbH www.kawasakirobot.de

31.10.2011


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