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Die Herausforderung war das Zusammenspiel der enormen Mengen von Serialisierungs- und Identifikationsdaten, die bis zu den einzelnen Packungen hinab erzeugt werden
Das Securetrace-Konsortium nutzt moderne Automatisierungstechnik im Kampf gegen Medikamentenfälschung. In ihrem Kern basiert die Lösung auf Technologie von Rockwell Automation.
Die Herausforderung war das Zusammenspiel der enormen Mengen von Serialisierungs- und Identifikationsdaten, die bis zu den einzelnen Packungen hinab erzeugt werden
Automatisierungstechnik im Kampf gegen Medikamentenfälschung

2D-Barcodes und RFID kennzeichnen Medikamente vom Karton zur Palette

Bis zu 15 % der Arzneimittel-Produkte weltweit sind Fälschungen, schätzt die WHO. Pharmaunternehmen, Zulieferer und Maschinenbauer setzen deshalb auf die massenweise Serialisierung mit 2D-Barcodes, um den Weg vom Hersteller zum Verbraucher lückenlos nachzuverfolgen. Daher hat sich das Securetrace-Konsortium das Ziel gesetzt, einen Technologie-Assistenten für Authentifizierung und Track-and-Trace zu entwickeln.

Die Herausforderung war dabei das Zusammentragen der enormen Mengen von Serialisierungs und Identifikationsdaten, die bis zu den einzelnen Packungen hinab erzeugt werden. AND Automation entschied sich daher für eine Infrastruktur auf der Basis dreier PACs des Typs Allen-Bradley Compactlogix, die via Ethernet kommunizieren. Andy Hudson, Engineering Director bei AND Automation: „Jeder PAC steuert einen der drei Abschnitte des Verpackungsvorgangs: Karton, Behälter und Palette."

Ergänzend kommt der Factorytalk Transaction Manager zum Einsatz, der Daten aus den Steuerungssystemen in der Fabrik mit der Firmen-IT zusammenführt – in diesem Fall mit einer SQL Server 2008-Datenbank. Zusätzlich werden das PC-basierte Factorytalk ViewSE, retro-reflektive Lichtschranken des Typs Allen-Bradley Rightsight sowie Laser-Sensoren der Serie 9000 verwendet.

Der erste Schritt in der Karton-Phase besteht darin, mit Hilfe eines Laser-Oberflächenscanners den Fingerabdruck des Kartons zu bestimmen. Aufgrund dessen wird ein eindeutiger Code generiert. Der Karton gelangt dann zum 2D-Barcodedrucker, an dem ein Barcode nach GS1-Standard gedruckt und auf dem Karton angebracht wird. Hudson: „Ist der Code gedruckt und aufgebracht, überprüft eine Kamera, ob sich der richtige Code auf dem richtigen Karton befindet und ob die Zeit korrekt ist."

Dann werden die Kartons zu einem Case Overwrapper transportiert, der jeweils 12 Kartons mit Klarsichtfolie umwickelt. Hier kommt ein sehendes System aus der universitären Forschung zum Einsatz, das alle 12 Karton-Codes sogar durch stark reflektierende Folie hindurch lesen kann. Sobald der PAC über alle 12 Karton-Codes verfügt, wird eine Behälter-ID generiert, die mit den Codes der einzelnen Kartons verknüpft ist.

Der Behälter wird anschließend mit einem 2D-Barcode versehen, der durch eine Kamera verifiziert wird. Zusätzlich wird ein eindeutiger RFID-Tag angebracht. In dieser Phase wird die Verknüpfung zwischen Karton und Behälter hergestellt.

Im nächsten Schritt werden die fertigen Behälter einem Palettier-Roboter zugeführt. Die Codes aller auf eine Palette geladenen Behälter werden mit der Paletten-ID verknüpft. Hudson: „ Auch hier werden wieder – wie schon in den vorherigen Stufen – sämtliche Daten vom Factorytalk Transaction Manager zusammengeführt, gepackt und an die SQL-Datenbank übermittelt. Jetzt ist der komplette Werdegang der Palettenkommissionierung aufgezeichnet. Damit kann jetzt alles, was sich auf der Palette befindet, bis zum einzelnen Karton zurückverfolgt werden."

Rockwell Automation www.rockwellautomation.de

28.02.2011


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