Verkettung strafft Durchlaufzeiten
Bei Continental wurde eine Bestückungslinie mit den Anlagen zum Bonden und zur optischen Inspektion mit Transport- und Handlings-Modulen der IPTE Factory Automation verkettet. In Nürnberg werden beispielsweise Getriebesteuergeräte für die Automobilindustrie hergestellt.
Im Produktionsablauf sind dabei mehrere Bond-Vorgänge erforderlich. Dabei werden Gold- und Aluminiumdrähte in der Stärke von 25 bis 400 µm verwendet. Die zusätzliche Verkettung der Produktions-Linie beginnt ab dem Prozess Goldbonden, sie verbindet noch die Prozesse Aluminiumbonden und die automatische optische Inspektion (AOI).
Die Linienverkettung reduziert die Durchlaufzeiten und den Warenbestand in der Produktion. Zudem schrumpfen die nötige Stellfläche um 40 Prozent und das manuelle Handling von Magazinen um 80 Prozent. Durch eine Reduzierung der Lohnminuten pro Produkt ließ sich das Projekt auch wirtschaftlich klar darstellen. Mit Hilfe der Verkettung werden durch kurze Regelschleifen bis zum Verifizieren zudem Serienfehler verhindert.
„Die Investition für die Verkettung wird durch den Entfall von Magazinhandlern kompensiert. Wir haben also gleiche Maschinenkosten für die verkettete Linie bei deutlich gesteigerter Leistung und Qualität", fasst Roland Wurm, Manager Production Engineering Chip & Wire bei Continental, zusammen.
Im Einzelnen wurden sieben Goldbonder sowie zwei Aluminiumbonder und drei automatische optische Inspektionsanlagen verkettet. Vor und nach jedem Prozess wurde zur Erhöhung der Verfügbarkeit ein Magazinpuffer sowie eine Umfahrung einer jeden Anlage installiert. So kann bei einem eventuellen Stillstand einer Anlage oder auch aller Anlagen eines kompletten Prozesses die Produktionslinie weiter betrieben werden.
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