- Für den Transport seiner sensiblen Solarmodule hat der Photovoltaikspezialist Heckert-B.X.T. Solar GmbH in Chemnitz das Rexroth-Transfersystem TSsolar gewählt. Ausschlaggebend war dessen genaue Positionierung.
Transfersystem transportiert die Solarmodule sanft und genau
Bei der Großserienfertigung von Photovoltaikmodulen sind zersplittertes Glas, daraus resultierende Reinigungsarbeiten und Produktionsausfall das Schreckensszenario. Deshalb ist bei Heckert höchste Qualität gefragt – von der Materialeingangsprüfung über die Anlagentechnik bis hin zur Modulauslieferung. „Wir konzentrieren uns auf die Herstellung qualitativ hochwertiger poly- und monokristalliner Photovoltaikmodule", so Till Uhle, Leiter Marketing und Vertrieb bei Heckert Solar. Das Aufbringen der Zellen auf die Glasscheibe und die Verschaltung erfolgen auf einer vollautomatisierten Fertigungslinie mit Scheiben-Waschanlage, Löt- und Laminier-Maschinen.
Den sicheren Transport übernimmt das Rexroth-Transfersystem TSsolar, das auf Basis der bewährten Transfertechnik TS 2plus speziell für den Solareinsatz entwickelt wurde. Die Scheiben dürfen dort auf keinen Fall anecken, auf dem Transfersystem aufgestaut oder schnell abgebremst werden. Durch ihre Vorspannung würden sie sofort in Tausende von Splittern zerfallen.
Daher wird jedes Streckenelement mit einem eigenen Antrieb bestückt. Frequenzumrichter sorgen für sanftes Anfahren und Abbremsen. Passend zur Strecke sorgen die Hub-/Quereinheiten für ruckfreie Richtungsänderungen des Teiletransports. Die sieben Richtungswechsel innerhalb der Anlage stellen aber eine besondere Herausforderung dar. TSsolar löst diese Aufgabe durch Synchronisation der pro Bandstrecke und Hub-/Quereinheit eingesetzten Gurte, auf denen die Glasplatten aufliegen. Zudem wird die Geschwindigkeit von zwölf Metern pro Minute vor den Anschlägen auf rund 10 Prozent gedrosselt.
Der von Heckert beauftragte Anlagenbauer Mondragon Assembly legte besonders großen Wert auf die exakte Auslegung und Programmierung des TSsolar. „Zudem haben wir alle Bandstrecken visualisiert, so dass der Anwender sie einzeln abrufen, freischalten und im Notfall sogar manuell fahren kann", ergänzt Victor Maurer, Projektleiter bei Mondragon.
Eine weitere Raffinesse besteht in den installierten Festanschlägen mit Luftdüsen: Die geringfügig über die Glasscheibe überstehende Schutzfolie wird anhand eines Luftpolsters kurz angehoben. So erfassen die Anschläge nur die Glasscheibe und können diese sauber ausrichten. Die Idee zu dieser Lösung entstand aus der engen Zusammenarbeit zwischen Heckert, Mondragon und Rexroth. „Wir erreichen damit die benötigte Genauigkeit von Fünfzehntel Millimeter und verhindern, dass die Folie verschoben oder sogar vom Glas gezogen wird", so Jens Bonitz, Technischer Leiter bei Heckert Solar. „Die exakte Positionierung ist besonders vor den Laminiermaschinen wichtig."
Mit der gleichen hohen Genauigkeit müssen auch die Hub-/Quereinheiten verfahren. „Die Zellen werden in millimetergenauen Abständen auf das Glas gelegt, querverschaltet und dann laminiert", hebt Uhle hervor. „Ein Verschieben einzelner Zellen durch ungenaue Anschläge oder ruckartige Bewegungen wäre beim fertigen Modul mit bloßem Auge sofort zu erkennen."
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