- Das Projekt Viema erforscht, wie skalierbare roboter- und sensorgestützte Montagekonzepte dem Mittelstand helfen, trotz kleiner oder wechselnder Stückzahlen automatisiert zu fertigen.
Montage-Roboter dockt flexibel an
Die Konsortialpartner des Projekts Viema sind das Forschungszentrum Informatik an der Uni Karlsruhe, der Lehrstuhl für Ergonomie an der Technischen Universität München sowie Isra Vision, Robert Bosch und Faude Produktionstechnik. Viema ist Teil des Technologieprogramms Autonomik (Autonome und simulationsbasierte Systeme für den Mittelstand) – ein Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Leuchtturmprojekts Internet der Dinge.
Die Idee des Projektes: Zu Beginn eines Produktanlaufs wird zunächst am Handplatz manuell und bedarfsgesteuert montiert. Und bei Stückzahlerhöhung wird dann an diesen Handplatz ein flexibler Montageroboter als eine Art Montagezelle angedockt und so die Stückzahl erhöht.
Die einfache und veränderbare Programmierung solcher flexibler Montagezellen soll durch die Entwicklung von sogenannten Einlern- und Ausführungsstrategien vorangetrieben werden. Dafür müssen mehrere Teilprobleme gelöst werden: So muss ein Robotersystem in der Lage sein, Werkstücke zu erkennen, von einer Ablage zu greifen und in eine andere Ablage einzufügen. Dafür wird eine leistungsfähige Objekt- und Skilldatenbank mitgeführt. Gleichzeitig muss es dem Roboter möglich sein, neue Fähigkeiten zu erlernen.
Modularität und Skalierbarkeit
Die neuen Verfahren der Montageassistenz sind durch die Modularität und Skalierbarkeit besonders für KMUs ausgelegt. Auch spezielle, im Projekt zu entwickelnde Geschäftsmodelle wie Leasing sollen das Konzept für diese Zielgruppe wirtschaftlich attraktiv gestalten. Der Aufwand für die Inbetriebnahme soll durch die technischen Ansätze (intuitive Bedienerschnittstelle, 3D-Objekterkennung, Skill-Datenbank) geringer sein als bei herkömmlichen Systemen.
Technologieprogramm Autonomik www.autonomik.de
