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Robotereinsatz wirtschaftlich interessanter: Vor allem bei den Nebenkosten sind deutliche Reduzierungen möglich

Vorurteile haben ausgedient: Robotik wird einfach

In den letzten Jahren wurden viele neue Strategien zur einfachen Programmierung von Robotern entwickelt
In den letzten Jahren wurden viele neue Strategien zur einfachen Programmierung von Robotern entwickelt
Flexible Fertigungen mit geringen Losgrößen und schnell wechselnden Produktausprägungen lassen sich mit „Hartautomation" kaum mehr kostendeckend realisieren. Hier kann nur der Einsatz hochflexibler Robotertechnik Lösungen bieten. Roboter müssen im Mittelstand daher Einzug in neue Bereiche der Produktion halten.

Obwohl die Robotik mittlerweile auch in Kleinunternehmen erfolgreich Einzug gehalten hat, halten sich noch hartnäckig Vorurteile. Doch diese sind längst überholt.

Vorurteil 1: „Die Roboterbedienung ist sehr kompliziert"

In der Vergangenheit war es schwierig, dem Roboter klar zu machen, was man von ihm erwartet – ihn also zu programmieren. In den letzten Jahren wurden neue Strategien zur einfachen Programmierung von Robotern entwickelt. Klare Befehlsstrukturen, ein übersichtlicher Programmaufbau und umfangreiche Hilfsfunktionen machen heute eine Programmierung des Roboters auch für den Ungeübten einfacher. Diese Entwicklungen gipfeln in der Technologie des „Teachens durch Vormachen". Dabei nimmt der Programmierer den Roboter buchstäblich bei der Hand und zeigt ihm die Bewegungen und Positionen, die er im Produktionsablauf abarbeiten soll. Bei dieser Programmiermethode wird vom Programmierer keinerlei programmtechnisches Know-how abverlangt. Die Robotersteuerung speichert automatisch die gezeigten Bewegungen, ordnet sie einer Programmnummer zu und wird diese Programme sofort in die Produktion übernehmen.

· Fazit: Die Programmierung von Industrierobotern wird dadurch deutlich einfacher und erfordert im Falle des „Teachens durch Vormachen" sogar keinerlei Vorkenntnisse in der Roboterprogrammierung.

Vorurteil 2: „Der Roboter ist gefährlich"

Im Vergleich zu anderen Produktionsmaschinen geht vom Roboter heute weniger Gefahr aus. Die Sicherheitstechnik um den Roboter hat sich in den letzten Jahren fortlaufend weiterentwickelt. Ausschlaggebend dafür war die neue Normengrundlage ISO 10218-1, die den kollaborierenden Betrieb eines Roboters ausdrücklich gestattet. Diese neue Betriebsart erlaubt die Zusammenarbeit des Werkers mit dem Roboter ohne Schutzzaun. Zusätzlich ermöglichen Funktionen der sicheren Robotertechnik auf einfache Art und Weise und ohne den Einsatz von mechanischen Komponenten den Arbeitsbereich, die Geschwindigkeit und die Beschleunigung von Roboterbewegungen sicher zu beschränken. Das führt sogar soweit, dass der Roboter die Position seines Schutzzaunes kennt.

· Fazit: Durch die neuen sicheren Roboterfunktionen, geht vom Roboter weniger Gefahr aus als von den meisten Produktionsanlagen.

Vorurteil 3: „Der Robotereinsatz ist zu teuer"

Natürlich erfordert der Einsatz von Industrierobotern gewisse Investitionen, doch die Amortisationszeiten flexibler Automatisierungslösungen sind in der Praxis oft erstaunlich kurz. Zumal durch die beschriebenen Methoden zur Erleichterung der Inbetriebnahme und Programmierung von Roboterapplikationen die Kosten noch weiter deutlich gesenkt werden können.

Zusätzlich führt gerade der Einsatz von sicherer Robotertechnik zur Senkung der Investitionskosten, da in vielen Fällen periphere Sicherheitskomponenten nicht mehr benötigt, weil die Funktionen vom sicheren Roboter übernommen werden. Zudem sinken die Betriebskosten. Das neue Robotersystem KR C4 und QUANTEC ermöglicht eine Reduzierung des Energiebedarfs um bis zu 30 Prozent im Produktionsbetrieb und bis zu 95 Prozent im Stand-by. Darüber hinaus ermöglicht eine „Verbrauchsprognose" den Energiebedarf einer Roboterapplikation bereits in der Engineeringphase zu ermitteln. Dadurch können bereits in einem frühen Stadium die Energiekosten ermittelt und Wirtschaftlichkeitsberechnungen auf der Basis gesicherter Informationen durchgeführt werden.

· Fazit: Der Robotereinsatz wird wirtschaftlich noch interessanter, da vor allem bei den Nebenkosten Reduzierungen möglich sind. Durch die Prognose der Energiekosten besteht jetzt die Möglichkeit, bereits vorab die Wirtschaftlichkeit einer Roboterapplikation darzustellen.

Peter Klüger KUKA Roboter GmbH www.kuka-robotics.com

17.11.2010


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