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Der gekapselte Arbeitsraum einer Roboterzelle zum Vorschleifen mit den beiden Freiband- und Kontaktrollenschleifmaschinen FKS 250/450
Die steigenden Anforderungen an Design, Funktionalität und Qualität bei Sanitärarmaturen erfordern besondere wirtschaftliche Lösungen bei der Herstellung. Bei Hansa ersetzen daher flexible Roboter-Schleifsysteme von SHL Automatisierungstechnik die konventionellen Rundtischanlagen.
Der gekapselte Arbeitsraum einer Roboterzelle zum Vorschleifen mit den beiden Freiband- und Kontaktrollenschleifmaschinen FKS 250/450
Retrofitting: Runderneuerte Schleif- und Polierlinie besteht nun aus zwei identischen Roboterzellen

Roboter schleifen und polieren Sanitärarmaturen

Ob designorientiert oder klassisch – bei der Hansa Metallwerke AG wird ein breites Sortiment an Sanitärarmaturen gefertigt. Dafür hat der Stuttgarter Armaturenhersteller bereits viele Design-Preise eingeheimst. Allerdings lassen sich Design-Armaturen nur mit aufwändigeren Herstellungsprozessen realisieren. „Wir haben sehr unterschiedliche Produkt- und Designausführungen und teilen deshalb die schleif- und poliertechnischen Anforderungen zur qualitätsvollen Umsetzung des Designs in A-, B- und C-Flächen ein", sagt Hans-Peter Wittmann, Leiter Fertigung im Produktionswerk in Burglengenfeld.

Um die Fertigungsaufgaben effizient umzusetzen, setzt Wittmann mehr denn je auf flexible nutzbare Roboterlösungen. Per Roboter werden die Schleif- und Polierbearbeitungen vollautomatisch mit Präzision durchgeführt, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Wir verfügen im Bereich Roboterschleifen über große Erfahrungen", berichtet Wittmann. „1992 wurden die ersten Roboter-Schleif- und Polierlinien beschafft, die – ständig aktualisiert – zum Teil noch heute voll im Einsatz sind." Seit dieser Zeit arbeitet Hansa mit SHL zusammen, um den teuersten Fertigungsprozess – das Schleifen und Polieren der bis zu 6,5 kg schweren Gussteile – nachhaltig zu optimieren.

Jüngstes Projekt war das komplette Retrofitting einer vorhandenen Roboter-, Schleif- und Polierlinie. „Die große Herausforderung war dabei, grundsätzlich acht verschiedene Typen – von denen immer zwei gleichzeitig jedoch in verschiedenen Ausführungen im Mischbetrieb auf der Linie zu bearbeiten sind –, sowohl spann- als auch handhabungs- und schleif- sowie poliertechnisch im Griff zu haben, um im Mehrschichtbetrieb prozesssicher produzieren zu können", berichtet SHL-Vertriebsmann Wilhelm Tillinger.

Die runderneuerte Schleif- und Polierlinie besteht nun aus je zwei identischen Roboterzellen, einem durchgängigen Materialflusssystem für den Transport der Paletten mit Werkstücken und je einem Handarbeitsplatz, an dem auch die Bestückung der Paletten mit Rohteilen bzw. nach dem Durchlauf die Entnahme der fertig bearbeiteten Armaturen stattfindet. Beide Linien teilen sich in die Sektoren Vorschleifen, Feinschleifen und Polieren auf. Durch die neue Schleif- und Polierstrategie, auf Basis von vier neuen und der Integration von zwei vorhandenen Robotern, ließen sich die älteren Rundschalttische ersatzlos streichen.

Wittmann jedenfalls ist von der Zusammenarbeit mit SHL voll überzeugt: „Wir haben heute in 30 roboterbasierten Schleif- und Polieranlagen insgesamt 42 SHL-modifizierte Industrieroboter im Einsatz. Für die Betreuungs-, Bedienungs- und Beschickungsaufgaben in der Schleiferei und Poliererei sind im Dreischichtbetrieb 35 Mitarbeiter beschäftigt, und zwar inklusive des Qualitäts-Managements mit abschließender 100-Prozent-Sichtprüfung." Mit dem Personal und dem Roboter-Equipment schleust er pro Tag etwa 4500 Armaturen durch die Schleiferei und Poliererei. „Das wäre ohne den konsequenten Einsatz von Roboter- und damit vollautomatisierte Schleif- und Poliertechnik gar nicht möglich."

SHL Automatisierungstechnik AG www.shl-automatisierung.de

30.11.2010


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