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Die Konsolroboter für den Sprüh- und Entnahmeprozess sind in ihrer Foundry-Ausführung auf die harte Gießereiumgebung zugeschnitten
Mit der Einrichtung eines Druckguss-Technologie-Centers hat der Modell- und Formenbauer Heck & Becker zusammen mit Kuka Roboter und Böhmer ein Kompetenzzentrum für automatisierte Bemusterungsprozesse geschaffen. Kunden aus der Automobilbranche können hier neue Druckguss-Verfahren erproben.
Die Konsolroboter für den Sprüh- und Entnahmeprozess sind in ihrer Foundry-Ausführung auf die harte Gießereiumgebung zugeschnitten
Im Technologie-Center werden Getriebegehäuse, Motorblöcke und Fahrwerksteile bemustert

Roboter hilft im Druckguss-Labor

Ihre über 20-jährige Druckguss-Erfahrung krönten die Hessen aus Dautphetal 2009 mit der Einrichtung eines Technologie-Centers. „Kunden bekommen bei uns Zugang zu einer Anlage, die ihnen alle Möglichkeiten einer modernen Druckgussmaschine mit roboterautomatisiertem Sprüh- und Entnahmeprozess bietet", sagt Martin Baumann, geschäftsführender Gesellschafter bei Heck & Becker.

Die Idee entstand zusammen mit Kuka Roboter und dem Sprühtechnik-Spezialisten Böhmer Maschinenbau. In einem hellen und sauberen Umfeld können OEMs wie Porsche, Daimler, VW und Audi Innovationen im Formenbau erleben und mit Hilfe zweier Konsolroboter vom Typ KR 210 L 100 2 K-F in aller Ruhe Feldversuche in der Gießereiumgebung fahren.

Im Druckguss-Center werden unter anderem Getriebegehäuse, Motorblöcke, Fahrwerksteile und Instrumentalträger bemustert und Greifer oder Sprühwerkzeug gleich mitoptimiert. So gewinnen die Beteiligten Erkenntnisse darüber, wie Sprühtechnikprozesse optimiert und Rüstzeiten bei der Roboterprogrammierung verringert werden können.

Früher wurden sowohl Sprüh- als auch Entnahmeprozess von Hand abgewickelt, was zu erheblichen Qualitätsunterschieden bei den Formen und zu unregelmäßigen Zykluszeiten führte. „Ein mit Robotern automatisierter Bemusterungsprozess dagegen bewerkstelligt extrem konstante Zykluszeiten", weiß Cajus Baierl, Foundry-Experte bei Kuka. „Zudem erreicht der flexible Arm Bereiche, wo ein normaler Sprüharm niemals hinkommt."

Die Konsolroboter, die hier für den Sprüh- und Entnahmeprozess eingesetzt werden, sind in ihrer speziellen Foundry-Ausführung auf die harte Gießereiumgebung mit hohem Verschmutzungsgrad und hohen Temperaturen zugeschnitten. Der KR 210 L 100 2 K-F ist für höchste Belastungen mit einer tauchfähigen, hitzebeständigen Zentralhand ausgestattet und bringt eine hohe Beständigkeit gegen Strahlwasser und permanente Luftfeuchtigkeit mit.

Durch die um 400 mm nach vorne verlagerte Achse 2 sind die Roboter ideal für die seitliche Entnahme aus der Maschine. Das geringe Eigengewicht ermöglichte die Installation direkt auf der Druckgussmaschine, was Platz und Kosten spart.

Kuka Roboter GmbH www.kuka-roboter.de

31.08.2011


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