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Alle Dosierungen erfolgen im Innenbereich des Geräts unter maximaler Sterilität

Kleinroboter in der Medizintechnik

DENSOS neues Modell VP-G2 weißt eine Resistenz gegen Wasserstoffperoxid (abwaschbar bis zu einer Konzentration von 6 %) auf
DENSOS neues Modell VP-G2 weißt eine Resistenz gegen Wasserstoffperoxid (abwaschbar bis zu einer Konzentration von 6 %) auf
Die Pharma- und Medizintechnikindustrie sind sehr anspruchsvoll: Reinraumtauglichkeit, leicht zu reinigende Spezialoberflächen, Festigkeit gegenüber aggressiven Reinigungsmitteln und hohe Präzision – dies sind die Anforderungen an Roboterinstallationen. DENSO bietet hierfür Roboter in den Schutzklassen 10 und 100 sowie das neue Modell VP-G2 an.

Das neue Modell VP-G2 weist eine Resistenz gegen Wasserstoffperoxid (abwaschbar bis zu einer Konzentration von 6 %) auf. Eine vollständige Kapselung sowie die Verkabelung durch den Fuß sorgen für eine einfache Integration in die Produktionsumgebung.

Die Produkte von DENSO Robotics entsprechen somit den spezifischen Anforderungen der Pharma- und Medizinindustrie und gewährleisten gleichzeitig Flexibilität in den Produktionsprozessen. Dies gilt selbst für Einrichtungen des Gesundheitswesens. Ein Beispiel hierfür ist die automatisierte Zubereitung von Medikamenten in Krankenhäusern, die bislang vorwiegend manuell erledigt wurde.

Es gibt heute viele gute Gründe, warum immer mehr Krankenhäuser in Europa es vorziehen, die Dosierung von intravenös an die Patienten zu verabreichenden pharmazeutischen Zusammensetzungen Maschinen mit Roboterunterstützung zu überlassen. Ein Grund hierfür ist die Möglichkeit, eventuelle Fehler bei der Zubereitung durch Menschen (Dosierungen, Verwechslungen) zu reduzieren oder die Risiken für das Personal, das dem Kontakt mit potenziell toxischen Medikamenten ausgesetzt ist, erheblich zu senken; aber auch die Möglichkeit, unter absolut sterilen Bedingungen zu arbeiten oder die Medikamente patientenspezifisch zu dosieren.

„Das Konzept der Automatisierung ist hier ganz anders als in der Industrie. Die Automatisierung funktioniert dort hervorragend, wenn sie identische oder ähnliche Gegenstände wiederholt repliziert. Hier ist das Gegenteil der Fall", erklärt Paolo Giribona, Leiter der R&D Laboratorien von Health Robotics aus Italien. „Es müssen Medikamente verwaltet werden, die in sehr unterschiedlichen Behältern enthalten sind: Flaschen zu 2 bis 150 Milliliter, Spritzen mit 1 bis 60 Milliliter und Beutel à 25 Milliliter bis 1 Liter."

Vor diesem Hintergrund entwarf Health Robotics auf Basis eines DENSO Roboters die i.v. Station – eine Art automatisiertes Medikamenten-Verteilsystem, das mit dem Verschreibungssystem des Krankenhauses verbunden ist. Seine Auftragsdaten erhält das Gerät aus den Verschreibungen der patientenspezifischen Behandlungen.

Die i.v. Station erlaubt unter anderem die Zubereitung von Antibiotika, Schmerzmitteln oder Entzündungshemmern für stationäre Behandlungen. Giribona: „Mit der i.v. Station bewegen wir uns weg vom begrenzten Raum der zentralen Krankenhausapotheke hin zu den einzelnen Stationen, insbesondere zu den Stationen, die besonders intensive Behandlungsmaßnahmen erfordern wie Intensivstationen, Kardiologie oder Operationssäle."

Der Betrieb der i.v. Station sieht ein Minimum an Interaktion zwischen den Geräten und den Bedienern vor. Letzteren kommt lediglich die Aufgabe zu, die Materialien einzufüllen und die Zubereitungen nach Abschluss der Arbeitsabläufe zu entnehmen. Den Rest übernimmt ein 6-Achsen-DENSO-Roboter der Serie VP. Diese zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit, einfache Bedienung, einschließlich Programmierung, und äußerst kompakte Bauform aus. Ihre hohe Wiederholgenauigkeit und Präzision bei gleichzeitig hoher Geschwindigkeit prädestinieren sie für medizinische und pharmazeutische Anwendungen.

Die i.v. Station erreicht eine Dosierungsgenauigkeit mit einer maximalen Fehlerquote von weniger als zwei Prozent (Testläufe) und weist damit ein Ergebnis auf, das die Anforderungen der europäischen Bestimmungen (fünf Prozent) sogar übertrifft. Da die Interaktion zwischen Gerät und Bediener auf ein Minimum beschränkt ist, konnten dadurch die Hygienebedingungen leicht verbessert und die wichtigste Ursache der Bakterienkontaminierung beseitigt werden. Alle Dosierungen erfolgen im Innenbereich des Geräts unter maximaler Sterilität.

Alexander Kempf DENSO Europa B.V. www.densorobotics.com

30.11.2010


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