Energieeffizienz für die Intralogistik
Mithilfe von PMS-E hat beispielsweise der Vakuumtechnik-Spezialist Schmalz den Verbrauch seiner Intralogistik-Anlagen um fast die Hälfte gesenkt. „Insgesamt haben wir bei der Produktionsversorgung über AKL, manuelles Palettenlager und Kommissionierung den Energieverbrauch gegenüber vergleichbaren Anlagen um rund 40 Prozent reduzieren können", resümiert Geschäftsführer Wolfgang Schmalz.
Das energetische Prozess-Management erfolgt generell in drei Stufen:
1. Zunächst werden die Ist-Verbräuche, Betriebsstunden und -zustände, die zeitliche Verteilung und die Priorität für die Anlagenkomponenten erfasst und grafisch aufbereitet.
2. Durch die Ist-Daten kann den jeweiligen Geräten ihr exakter Energieverbrauch transparent ausgewiesen werden. So lassen sich die Lastengänge identifizieren, Energieverbräuche und die Prozesseffizienz in Relation setzen – und Alternativen etwa beim Lastenmanagement prüfen.
3. Den verbrauchsoptimierten Betrieb übernimmt dann PMS-E im Zusammenspiel mit Warehouse Management Systemen und den Anlagensteuerungen. Grundgedanke: Um das geforderte Aufkommen zu bewältigen, müssen Anlagen nicht permanent ihr volles Leistungsvermögen erbringen. Durch intelligente Verteilung der Auftragslasten lassen sich ökologisch sinnvollere Fahr- und Hubzeiten über den Tagesbetrieb hinweg meist komplett ausgleichen.
Gemeinsam mit Experten für Logistik-Steuerungssysteme, Gebäudetechnik und Simulation, Anwendern und der Hochschule Mannheim will Aberle nun in einem Forschungsprojekt das Konzept zu einem Leitstand für ganzheitliches Energieeffizienzmanagement für Logistikimmobilien ausbauen. Denn Studien zeigen: Von den Energiekosten in der Intralogistik entfällt etwa die Hälfte auf die Fördertechnik, Lager und Kommissionierung. Weitere knapp 35 Prozent verschlingen aber Lüftungs- und Heizungsanlagen, rund 15 die Beleuchtung. „Voraussichtlich Mitte kommenden Jahres werden erste Pilotprojekte realisiert, mit denen Anwender den Energiebedarf der gesamten Immobilie um knapp die Hälfte reduzieren können", so Geschäftsführer Achim Aberle.
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