Sicherheit braucht Beratung
Neben der Maschinenrichtlinie muss die Risikobeurteilung gemäß EN ISO 13849 bzw. nach EN ISO 14121-1 oder 12100 beachtet werden, teilweise gibt es eigene Normen für einzelne Maschinengattungen, manchmal sind zusätzlich die Regelungen des Explosionsschutzes relevant. Hinzu kommen branchenspezifische Anforderungen und Regelwerke wie „Hygienic Design", FDA und Ecolab.
Unabhängig von diesen normativen Anforderungen steht der Maschinenbauer immer vor der Herausforderung, die Maschinensicherheit optimal in das Automatisierungskonzept einzubinden, um ein hohes Maß an Produktivität zu erreichen und die gewünschte hohe, reproduzierbare Produktqualität sicherzustellen. Das ist gerade bei den verketteten Prozessen der Lebensmittelproduktion von großer Bedeutung.
Um diese Herausforderungen zu meistern, ist externe Unterstützung sinnvoll. Die Beratungsingenieure der Schmersal Gruppe haben die Kunden in der Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion – d. h. die Unternehmen des Nahrungsmittelmaschinenbaus und die Lebensmittelproduzenten als Anwender der Maschinen – schon immer beraten, wenn es um Fragen der Integration von Produktivität und Sicherheit geht.
Die Beratung geht oft weit über die Auswahl der geeigneten Sicherheits-Schaltgeräte hinaus. Wichtige Themen sind z. B. die Anwendung der EN 13849-1 (etwa mit Hilfe des Software-Assistenten Sistema) sowie die Umsetzung der jeweils gültigen Richtlinien und Normen in die konstruktive Praxis.
Branchen-Know-how ist nötig
Da das Beratungsangebot immer stärker nachgefragt wird, hat die Schmersal Gruppe vor einem Jahr eine Neuorganisation in die Tat umgesetzt und das „Application Center" ins Leben gerufen. Zugleich wurde das Aufgabenfeld der Beratung deutlich weiter gefasst: Die neue Geschäftseinheit berät die Kunden hersteller- und technologieneutral und sie übernimmt die kundenspezifische Anpassung von Sicherheits-Schaltgeräten bzw. die Programmierung von Sicherheitssteuerungen.
Um eine sicherheitstechnische Beratung auf hohem fachlichen Niveau und mit großem Praxisbezug zu gewährleisten, wurden erfahrene Mitarbeiter weltweit zu Maschinensicherheits-Experten qualifiziert. Sie arbeiten eng mit den Vertriebsingenieuren vor Ort zusammen.
Verantwortung übernehmen
Das Safety Consulting setzt Branchenschwerpunkte in den Applikationsfeldern, in denen die Schmersal Gruppe von jeher eine hohe Marktdurchdringung und damit hohe Branchenkompetenz aufweist. Der Nahrungsmittelmaschinenbau und die Verpackungstechnik stehen hier obenan. So bietet Schmersal zum Beispiel mehrere Baureihen von Sicherheitssensoren, die für den Einsatz in hygienesensiblen Bereichen entwickelt wurden und dank Schutzart IP 69K einer Heißdampf- bzw. Hochdruckreinigung ausgesetzt werden können, wie sie in vielen Prozessschritten der Lebensmittelproduktion üblich ist.
Auch Bedienelemente, die nach den Grundsätzen des „Hygienic Design" entwickelt wurden, gehören zum Schmersal-Programm. Speziell für die Lebensmitteltechnik bietet man auch hygienegerechte Schutzzäune und kann somit Komplettlösungen für die Maschinensicherheit einschließlich der Umzäunung projektieren und liefern.
Die ersten Reaktionen der Kunden im Nahrungsmittelmaschinenbau auf das Safety Consulting sind rundum positiv. Die Nachfrage zeigt, dass viele Maschinenbauer hier Unterstützung durch Experten wünschen, die für diese Aufgabe auch die volle Verantwortung übernehmen – und die durch ihre Mitarbeit in diversen Normungsgremien auch den theoretischen „Background" mitbringen, den man für die Konfiguration von normenkonformen Schutzeinrichtungen benötigt.
Siegfried Wolf K. A. Schmersal GmbH www.schmersal.com
