- PET-Getränkeflaschen und Dosen sollen künftig auch in Japan nicht mehr in Kartonage, sondern in Folienverpackungen ausgeliefert werden, um Kosten zu senken und Nachhaltigkeit zu signalisieren. Der Verpackungsspezialist KHS hat zur Erschließung asiatischer Märkte mit Mitsubishi Electric Factory Automation einen potenten Partner gefunden.
Deutsche Verpackungstechnik erobert Fernost
„Das gemeinschaftliche Projekt ist für uns eine große Chance, in Japan Fuß zu fassen, da dort bisher erst wenige vergleichbare Maschinen im Einsatz sind", betont Dirk Langanki, Manager Electrical Engineering beim Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen, KHS. Das Projekt startete in 2009 und konnte in weniger als einem halben Jahr umgesetzt werden.
Mit der Innopack SP ist nun eine in Deutschland gebaute Verpackungsmaschine auf dem japanischen Markt, für die auch der geforderte lokale Service angeboten werden kann. „Es hilft der Instandhaltung vor Ort ungemein, dass in unserer für den japanischen Markt konstruierten Maschine Komponenten von Mitsubishi Electric zum Einsatz kommen", erklärt Reinhard Wilzeck aus dem Bereich Elektrische Konstruktion.
Zudem ist die Maschine so gut in japanische Gesamtanlagen einzubinden, da sie so auch mit den Maschinen davor und dahinter kompatibel ist. Mitsubishi lieferte unter anderem die Steuerung Melsec System Q, das Bediengerät GT16 der GOT1000-Serie, die Software GX Developer sowie den Frequenzumrichter FR-D700.
Begeistert ist Wilzeck vor allem vom Bediengerät GT16: „Ich habe vorher noch nie eine so schnelle Visualisierung gesehen." Die Haupt- und Grafikprozessoren sorgen für die kurzen Bedienreaktionszeiten und in Kombination mit speziellen Cache-Mechanismen für den raschen Bildaufbau. Das GT16 liefert detaillierte Einblicke in die Diagnose und die Steuerungsabläufe der Maschine. Der bis zu 15 Zoll große TFT-Flachbildschirm mit berührungssensitiver Bedienoberfläche ermöglicht mit Auflösungen von bis zu 1024 mal 768 Punkten und 65 536 Farben eine übersichtliche Darstellung der Abläufe.
Neben Geschwindigkeit und der Schärfe lobt Wilzeck die Funktionen des Panels und die Benutzerfreundlichkeit: „Der Mechatroniker kann das Gerät intuitiv handhaben." Die Gehäusefronten sind für den produktionsnahen Einsatz gegen Umgebungseinflüsse wie Staub, Strahlwasser sowie aggressive Kühl- und Schmierstoffe geschützt und die Geräte für einen Temperaturbereich von null bis 50 Grad Celsius geeignet.
Für den Kundensupport ist die Sprachumschaltung ein großer Vorteil. Zwar reicht meistens die Hilfe der Techniker vor Ort aus, jedoch kann sich auch ein Spezialist per Fernwartung in die Steuerung einwählen und dabei die Sprache verändern. In den seltensten Fällen ist es erforderlich, mit einem Techniker aus Deutschland zu telefonieren oder diesen über Fernwartung mit einzubeziehen. Die Ferndiagnose kann über Web-Interface jede Steuerung mit Ethernet-Schnittstelle erreichen.
Mitsubishi Electric Europe B.V. www.mitsubishi-automation.de
