- Die Mayer & Co Beschläge GmbH spielt eine führende Rolle in der Baubeschlagsbranche. Für die Automatisierung der Fertigungs- und Montageprozesse setzt der Maco-Vorrichtungsbau auf eine Kombination unterschiedlicher Scara- und Knickarmroboter von Stäubli.
Roboter ersetzt Pneumatik
Mit einer Eigenfertigungstiefe von 95 Prozent ist die 2300 Mitarbeiter starke Maco der einzige Dreh-Kipp-Beschläge-Produzent, der neben üblichen Fertigungsvorgängen auch Druckguss-, Aluminiumguss- und Kunststoffspritzgussteile selbst herstellt. Bereits seit sehr langer Zeit verwendet Maco in der Produktion Roboter – deren Einsatz war jedoch lange auf wenige Gebiete beschränkt. Das änderte sich vor drei Jahren. „Wir hatten die Anforderung, die Schlossmontage zu automatisieren, wobei die Schlossteller mit automatischen Fettapplikationen zu versehen und die fertigen Schlösser zu kalibrieren waren", so der Anlagenkonstrukteur Hubert Weißenbacher.
Kriterien wie Technik, Genauigkeit und Referenzen führten Maco bei der Robotersuche zu Stäubli. Realisiert wurde das Projekt mit einem Scara Roboter RS40B und einem 6-Achs-Knickarmroboter TX90L. Der gesamte Aufbau der Roboterzellen inklusive der Greifer und anderer Vorrichtungen wurde bei Maco im Haus konstruiert und hergestellt, ebenso die Programmierung durchgeführt.
„Das ist keine triviale Aufgabe, immerhin fährt der 6-Achs-Roboter in einem Durchlauf 48 Positionen an", sagt Weißenbacher. „Nach einer kurzen Gewöhnungsphase lernten unsere Softwareentwickler dabei die komfortable Programmierung mit der Entwicklungsumgebung Stäubli Robotics Studio zu schätzen."
Bald startete das nächste Projekt zum automatischen Kalibrieren und Gewindeschneiden in Ecklagerbändern mit einem TX60L. Mit der aus dem Erstprojekt gewonnenen Erfahrung war der 6-Achs-Roboter mit 515 mm Reichweite in sehr kurzer Zeit in Betrieb genommen.
Und bei einem dritten, größeren Projekt geht es um die Montage der Scheren für den oberen Bereich von Dreh-/Kippfenstern. Dieser wesentliche Produktionsschritt – das Zusammenführen der kleinen Einzelteile für die Montage der fertigen Einheiten – war bis dahin mit linear wirkenden, anwendungsspezifisch angefertigten pneumatischen Handhabungsapparaturen automatisiert worden. Die neue vollautomatische Linie besteht nun aus 8 Scara-Robotern des Stäubli-Typs RS40B und einem 6-Achs-Roboter TX90L.
„Die Vorteile des Umstieges auf Roboter liegen auf der Hand", sagt Weißenbacher. „Wir können flexibel auf Produktumstellungen reagieren, bei den Ablagepositionen gibt es viel mehr Möglichkeiten und die Verschränkung mehrerer Bewegungen resultiert in einem erheblich geringeren Platzbedarf. Zudem ist durch den präzisen Elektroantrieb eine erhebliche Kostenersparnis gegenüber der Pneumatik gegeben."
Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics www.staubli.com
