- Grafische Bedienoberflächen dominieren weite Bereiche des Spritzgießmaschinenbaus. Die Selogica-Bedienoberfläche des Maschinenherstellers Arburg wird sogar zur Programmierung eines Sechs-Achs-Roboters von Kuka genutzt.
Spritzgießmaschine steuert auch den Sechs-Achs-Roboter
Mit der Implementierung der Selogica-Bedienoberfläche auf die Steuerung des Kuka-Roboters ist Arburg neue Wege gegangen. Durch eine gemeinsame Entwicklung von Arburg und dem Kuka-Partner FPT greifen Roboter und Allrounder-Spritzgießmaschine nun auf die gleiche Bediensystematik zurück. So kann der Maschinenbediener selbst komplizierte Bewegungsabläufe einrichten.
Der gesamte Robot-Ablauf wird über eine separate Bedieneinheit eingegeben. Spezielle Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Kuka- und Selogica-Steuerung sind so gekoppelt, dass nach der Erstellung des Robot-Programms alle weiteren Aktionen von der Spritzgießmaschine aus über deren Selogica-Bedienfeld gemanagt werden.
Ein Praxisbeispiel ist eine Fertigungszelle rund um eine Vertikalmaschine mit Freiraumsystem. Auf einem vertikalen Allrounder 375 V wird damit ein 25 Gramm schwerer Spielzeug-Buggy gefertigt. Die Zykluszeit beträgt 30 Sekunden. Innerhalb eines Spritzgießzyklus' werden die Metallachsen mit Kunststoffrädern umspritzt sowie Dach und Chassis hergestellt.
Der komplexe Greifer des Sechs-Achs-Roboters legt die beiden lagerichtig bereitgestellten Metallachsen in das Werkzeug ein und entnimmt auch den Anguss und die vier Einzelteile. In einem weiteren Arbeitsschritt setzt der Greifer die Einzelteile auf dem gegenüberliegenden Montagetisch zum fertigen Buggy zusammen.
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