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Interview Marcel Woiton, Rockwell Automation

„Aus Daten werden wertvolle Informationen"

Marcel Woiton ist Sales Director bei Rockwell Automation in Deutschland. Er arbeitet seit April 2007 für die US-Steuerungs-Company. Seit Oktober 2008 stand er dem europäischen Global & Corporate Account Team von Rockwell Automation vor und betreute mit seinem europäischen Team weltweite Kunden aus den Verbrauchsgüterindustrien, der Automobil- und Reifenproduktion sowie der Life-Sciences-Branche. Vor seinem Eintritt bei Rockwell Automation arbeitete der gebürtige Basler für Newave sowie Endress+Hauser.
Marcel Woiton ist Sales Director bei Rockwell Automation in Deutschland. Er arbeitet seit April 2007 für die US-Steuerungs-Company. Seit Oktober 2008 stand er dem europäischen Global & Corporate Account Team von Rockwell Automation vor und betreute mit seinem europäischen Team weltweite Kunden aus den Verbrauchsgüterindustrien, der Automobil- und Reifenproduktion sowie der Life-Sciences-Branche. Vor seinem Eintritt bei Rockwell Automation arbeitete der gebürtige Basler für Newave sowie Endress+Hauser.
Welche Vorteile das Zusammenwachsen von Fertigungssteuerungen und Unternehmens-IT bringt und wo dabei noch Fallstricke liegen, erläutert Rockwells Vertriebsmanager Marcel Woiton.

· Wie weit sind wir heute schon beim Verbinden der Maschinenebene mit der Unternehmenssteuerung?

Woiton: Die Technologie, um eine durchgängige Lösung zu realisieren, steht zur Verfügung. Allerdings ist für die konsequente Umsetzung ein Umdenken in den Unternehmen notwendig. Viele stehen aber erst am Anfang dieses Prozesses. IT und Fertigung müssen sich an einen Tisch setzen, um sich auf gemeinsame Begriffe zu einigen. Und es müssen auch KPIs definiert werden, die von allen akzeptiert werden.

· Kommen Fertigungsleiter und IT-Verantwortliche miteinander klar?

Woiton: In vielen Unternehmen arbeiten heute IT und Produktion viel stärker zusammen als noch vor wenigen Jahren. Die altbekannten Barrieren werden mehr und mehr abgebaut. Man etabliert entweder sogenannte „Manufacturing IT"-Bereiche in der klassischen IT oder verlagert die Verantwortung in die Produktion. Von wem diese Konvergenz-Projekte getrieben werden, hängt meist von den Kernaufgaben des Unternehmens ab.

· Und was sind die Treiber für solche umfassenden Konzepte?

Woiton: Aus unserer Sicht steht in den nächsten Jahren bei vielen Unternehmen die Frage im Mittelpunkt, wie sie effizienter werden, die Energiekosten reduzieren und aktuelle wie zukünftige Verordnungen einhalten können. Diese Ziele können nur erreicht werden, wenn die richtigen Informationen zeitnah zur Verfügung stehen. Produktionsprozesse können durch Flaschenhals-Analysen optimiert und Investitionen durch reale Daten untermauert werden. Entscheidend ist, dass heutige Insel-Lösungen, in denen bereits viele Daten zur Verfügung stehen, in einer zentralen Informationsplattform zusammengeführt und so aus Daten wertvolle Informationen werden.

· Inwieweit helfen Ihnen dabei Ihre Allianzen mit Cisco und Microsoft?

Woiton: Unsere Partnerschaft mit Microsoft beispielsweise erleichtert die Integration von Businessumgebung und Produktion. Insbesondere die Integration von Realtime-Daten aus der Produktion in Business-Intelligence-Lösungen ermöglicht das Erstellen von dynamischen Cubes und damit eine konsequente Analyse der Geschäftsprozesse.

· Und wo sehen Sie noch Probleme zu lösen?

Woiton: Mit den aktuellen Standard-Protokollen und dem etablierten OPC-Standard können mittlerweile die meisten Systeme gekoppelt werden und so Daten automatisch für übergeordnete Systeme zur Verfügung gestellt werden. Interessanter ist die Frage, wie bestehende Datenquellen, basierend auf unterschiedlichen Datenbanken und mit unterschiedlichen Datenformaten, in einer Informationsumgebung zusammengeführt werden können. Unser Factory-Talk Vantage-Point schafft hier die technologische Basis.

Rockwell Automation www.rockwellautomation.de

31.03.2011


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