- Dank einer innovativen Spannvorrichtung von Röhm, die fast ohne Stahl auskommt, kann bei einem Antennenhersteller die 100-Prozent-Prüfung von Mobilfunkantennen nun automatisiert und mit höherer Wiederholgenauigkeit erfolgen.
Quasi stahlfreie Spannvorrichtung automatisiert den Antennen-Test
An allen 1200 täglich in zwei Schichten produzierten Mobilfunkantennen führt der hersteller eine Funktionsmessung durch. Hierzu müssen vier bis sechs Signalkabel mit den Antennen verbunden und nach dem Messen wieder gelöst werden.
Seither wurden dazu in mühevoller Handarbeit an 20 Messstationen die Leitungen mit 15 Nm Drehmoment an die Antenne an- und abgeschraubt. Weil man sich mit dieser langwierigen, monotonen und nicht immer wiederholgenau durchzuführenden Tätigkeit nicht mehr abfinden wollte, suchte der Kunde nach einer Automatisierung.
Auf dem Weg dahin gab es aber Herausforderungen. Kundenberater Christian Merkel: „Solche Spannsituationen zu lösen, ist für uns zwar Tagesgeschäft. Aber in diesem ganz speziellen Fall durften wir möglichst keinen Stahl verwenden, weil sonst die Messergebnisse durch Störgrößen beeinflusst würden."
Die entwickelte Vorrichtung zum automatischen An- und Abklemmen der Verbindungen besteht aus einem Aluminiumblock mit Kabeldurchführungen aus Kunststoff. Zur Sicherheit schirmt Absorbermaterial aus hochdichtem Schaumstoff den Block gegen die Antenne ab. Wird eine Antenne durch das vollautomatische Zuführsystem über die Anschlussvorrichtung hinweg in die begehbare Absorberkammer eingefahren, beginnt unmittelbar die automatische Kontaktierung: Die vier beziehungsweise sechs Klemm- und Spannmodule fahren in geöffneter, gespreizter Stellung nach vorne, greifen sich die Anschlüsse und klemmen sie mit der erforderlichen Anschlusskraft in die Kabelaufnahmen.
Dabei werden die gleichen Kontaktierungswerte erreicht, wie bei der Verschraubung von Hand. „Wir erreichen jedoch eine viel höhere Wiederholgenauigkeit", versichert Merkel. Die Verbindung ist nicht mehr von der Konzentration und der Tagesform des Mitarbeiters abhängig.
Nach dem Monitoring läuft der Klemmvorgang in umgekehrter Reihenfolge ab und gibt die Anschlüsse frei. Die Antenne wird ausgeschleust, der nächste Prüfling kann eingefahren werden. Nur drei Minuten dauert der vollautomatisierte Prüfvorgang inklusive Ein- und Ausschleusung der Prüflinge. Danach sind die für i. O. befundenen Antennen bereit für den Versand in alle Welt.
Nach der im Frühjahr 2010 aufgenommenen Vorserienfertigung mit manueller Bedienung und Zuführung, läuft der Prozess seit Juni mit Zuführung und Ausschleusung vollautomatisiert. Bei den Nördlingern denkt man daher bereits über weitere automatische Monitoringplätze nach.
Röhm GmbH www.roehm.biz
