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Bei einer Fertigungsmenge von 450 000 Geräten täglich sind Bildverarbeitungslösungen für eine umfassende Qualitätskontrolle unumgänglich
Eine 100-Prozent-Qualitätskontrolle ist für Medizinprodukte essentiell, da jeder nicht erkannte Produktionsfehler Menschenleben kosten kann. B. Braun Mesungen setzt für die automatisierte Inspektion seiner Infusionsgeräte auf Verisens Vision Sensoren von Baumer.
Bei einer Fertigungsmenge von 450 000 Geräten täglich sind Bildverarbeitungslösungen für eine umfassende Qualitätskontrolle unumgänglich
Qualitätssicherung bei Produktion von Infusionsgeräten

Sensor inspiziert die Schutzkappe

Infusionsschwerkraftgeräte, im Alltag oft als „Tropf" bezeichnet, gehören heute zur klinischen Grundausstattung. Meilensteine in der Infusionsmedizin hat dabei die Firma B. Braun Melsungen AG gesetzt. 1951 wurden hier die ersten Geräte für die Dauerinfusion entwickelt, zwei Jahre darauf die ersten Infusionsgeräte aus Glas. Damit war es erstmals möglich, Infusionslösungen für die Einmalverwendung steril bereitzustellen.

Seit 1953 haben sich die Produktionsmethoden grundlegend gewandelt. Durch Automatisierung entfielen manuelle Produktionsschritte, während die Qualitätsanforderungen stiegen. Heute werden bei B. Braun jährlich 140 Millionen Infusionsschwerkraftgeräte produziert, mehr als 450 000 Geräte täglich. Die Maschinen für diese Produktionszahlen entwickelt in Melsungen ein eigener Sondermaschinenbau. „Wir prüfen jedes Detail unserer Artikel. Jeder Produktionsfehler kann Menschenleben kosten. Eine 100-Prozent-Kontrolle ist daher schon lange vorgeschrieben", sagt Stefan Opitz, SPS-Techniker und Bildverarbeitungsspezialist bei B. Braun.

Eine wichtige Inspektion ist die Anwesenheitskontrolle der Schutzkappen auf den Anschlüssen zum Infusionsbehälter sowie am Verbindungsstück zum Venenkatheter. Beide Bereiche müssen besonders geschützt sein, um einen keim- und partikelfreien Anschluss zu gewährleisten. Mit den Verisens Vision-Sensoren setzt B. Braun dabei auf die integrierte konturbasierte Verarbeitung.

„Wir haben auch verschiedene andere Geräte getestet, aber schnell war klar, dass Verisens unsere Anforderungen am besten erfüllt", so Opitz. „Wir können damit die Grenzwerte des Kantenabstands und damit den Durchmesser für die Erkennung der Schutzkappe eingeben. Diese Möglichkeit ist bei einem Mustervergleich nicht gegeben. Hier kann man nur die zulässige Abweichung bestimmen, man hat keine Maße zur Verfügung, um einen genau definierten Grenzwert zu überwachen", erklärt Opitz.

Dank der integrierten Konturverarbeitung sind zudem Einflüsse durch wechselnde Lichtverhältnisse kein Problem. „Mit der Inspektion der Schutzkappen haben wir ein erstes Projekt umgesetzt und sehr positive Erfahrungen gesammelt, so dass wir jetzt weitere Aufgaben angehen werden", freut sich Opitz.

Zumal auch die Qualitätssicherung überzeugt wurde. „Wir mussten mehrere Tausend Infusionsgeräte als Absicherung des Sensors und des geänderten SPS-Programms an den Maschinen produzieren, die dann vollständig im Rahmen der Validierung und Qualifizierung kontrolliert wurden. Der Verisens hat alle eingestreuten Fehlteile sicher erkannt, die Fehlteile wurden dann durch die Maschine automatisch aussortiert", fasst Opitz zusammen. Seitdem laufen die Geräte bei B. Braun im Dauereinsatz.

Baumer Group www.baumer.com Vision: Halle 4, Stand D 25

30.09.2010


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