- Unterhaltungs-Hightech vom kleinen MP3-Player bis zum großen LED-Bildschirm fertigt Blusens auf einer automatisierten Linie von Bosch Rexroth. Diese muss vor allem eines sein: flexibel.
Flexible Montage von Unterhaltungs-Hightech
Jährliche Wachstumsraten von bis zu 200 Prozent verbucht Blusens. Um mit der rasanten Entwicklung mitzuhalten, haben sich die Spanier für eine Montagelinie von Rexroth entschieden. Anpassungsfähigkeit stand ganz oben auf der Anforderungsliste. „ Wir haben nach einer Montagelinie gesucht, die flexibel genug ist, um viele verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Maßen zu fertigen", betont Joaquin F. Garcia, Leiter Kundendienst bei Blusens. MP3- und MP4-Geräte sollten ebenso gebaut werden wie Festplatten und LED- oder LCD-Fernseher mit Bildschirmdiagonalen von 15 bis 26 Zoll.
Basis für die neue Fertigungslinie ist das Transfersystem TS 2plus. Die verwendeten Antriebsketten und Werkstückträger leiten elektrische Ladung ab – das schützt empfindliche Elektronikbauteile vor Schäden. Die Anlage bildet ein rund 16 auf 1,5 Meter großes Karree mit jeweils zehn Arbeitsplätzen auf jeder Seite. Mit Hub-Quereinheiten erfolgt der Transport auf die Gegenseite und Hub-Dreheinheiten sorgen für die richtige Orientierung der Werkstückträger an den Arbeitsstationen.
Die Transferanlage ist zudem mit einem Pufferplatz pro Arbeitsplatz ausgestattet. Auf diesem können die Werkstückträger „ geparkt" werden, bevor an der nächsten Station die weitere Montage erfolgt. Dort bremsen gedämpfte Vereinzeler die Träger schonend ab. Positioniereinheiten heben sie wenige Millimeter an und trennen sie von der Transportkette, damit bei der Bearbeitung keine Reibung auf dem Förderband entsteht.
Werden kleinere Produkte montiert, für die nur wenige Arbeitsschritte nötig sind, fahren die 640 mal 640 Millimeter großen Werkstückträger nach einem vorgegebenen Zeitraum automatisch weiter. Bei der Arbeit mit größeren Produkten, die mehr Zeit in Anspruch nehmen, erfolgt der Weitertransport manuell, indem der Bearbeiter einen Schalter betätigt.
Die Pufferplätze lassen sich zudem außer Funktion setzen. Weil dort dann keine Werkstückträger parken, bleibt zwischen den aufeinanderfolgenden Produkten mehr Platz. Das verhindert ein Zusammenstoßen großer Bauteile an zwei benachbarten Bearbeitungsstationen. Einzelne Arbeitsplätze können komplett ausgeschaltet werden, wenn Bauteile nicht alle Stationen durchlaufen müssen. Das erhöht das Tempo und sorgt für kürzere Produktionszyklen.
Die Aufteilung der Linie in vier Zonen macht sie für künftige Aufgaben schnell veränderbar. Das spiegelt sich auch im elektrischen und mechanischen Layout der Transferlinie wider: In jeder Zone wird die Steuerung über ein Feldbusmodul realisiert. Pneumatische Ventilträgersysteme, die an den Feldbus angebunden sind, ermöglichen die Betätigung der Hub-, Halte- und Stellfunktionen.
Die einfache Anbindung über elektrische I/O-Module macht flexibel, denn die einzelnen Zonen lassen sich unabhängig voneinander umbauen und neu verkabeln. Zudem ist es möglich, die manuellen Arbeitsplätze künftig mit einem Robotersystem zu automatisieren, um höhere Produktionskapazitäten stemmen zu können.
Bosch Rexroth AG www.boschrexroth.com
