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Der Kuka Roboter benötigt kaum Stellfläche
40 Sumitomo Demag Spritzgießmaschinen hat Borscheid + Wenig im Einsatz. Mit Hilfe von Kuka-Knickarmrobotern an neun Anlagen steigert der Kunststoffverarbeiter dabei die Produktivität.
Der Kuka Roboter benötigt kaum Stellfläche
Knickarm- ersetzt Linearroboter: Steigende Stückzahlen und große Produktvarianz

Höchste Präzision am Kunststoffteil

„Bis 2009 haben wir die Produktion ausschließlich mit Linearrobotern bestritten. Bei steigenden Auftragszahlen und ansteigender Bauteilvarianz sowie hoher Prozesskomplexität war es aber an der Zeit, einige Anlagen auf Industrieroboter umzurüsten" , erklärt der technische Geschäftsleiter Carlo Wenig. Vor allem neue Kunststoff-Komponenten für Geländefahrzeuge von Porsche und Volkswagen gaben hier den Ausschlag. „Mit dem Kuka Systempartner SAR Elektronic haben wir einen verlässlichen Partner gefunden, der uns während der Projektphasen mit Rat und Tat unterstützt hat" , so Wenig.

Der Prozess in der ersten Anlage beginnt mit dem Einlegen zweier Buchsen in die Spritzgießform und mit einer schnellen Entnahme des Artikels direkt von den Auswerfern. Der Konsolroboter KR60L30-4KS Speed fährt anschließend mit dem Bauteil die Peripheriegeräte punktgenau an und komplettiert die Artikel mit bis zu acht Bolzen. Im nächsten Schritt wird eine Blechschnappmutter eingeschoben – eine bestandene 100%ige Qualitätskontrolle vorausgesetzt. Danach erfolgt die Ablage auf ein Bandsystem und der Prozess beginnt erneut.

Speziell in der Zwei-Komponenten-Technik sind Roboter aus Augsburg im Einsatz. „Ohne die Automatisierung hätten wir im vergangenen Jahr deutlich weniger Bauteile produziert", verdeutlicht Betriebsingenieur Johannes Spatz. Wenig zählt weitere Gründe für die Umrüstung auf: „Deutlich verkürzte Formoffenzeiten, extreme Positionsgenauigkeit und Steifigkeit beim Umsetzen von Kavität 1 zu Kavität 2 sowie eine kraftvolle sowie flüssige Entformbewegung in der Spritzgießform."

Im Vergleich zur Lineartechnik entstehen zudem weniger Anlagenstörungen, die Rüstzeiten werden minimiert und es tritt weniger Werkzeugverschleiß auf. „Auch der Ausschuss ist massiv zurückgegangen", so Wenig weiter. Die Konsolvariante benötigt außerdem eine sehr niedrige Hallenhöhe und wesentlich weniger Stellfläche.

Durch die große Bauteilevielfalt werden immer wieder unterschiedliche Greifer benötigt. „Dies ist mit einem kartesisch eingeschränkten Linearroboter nur schwer umsetzbar", erklärt Christian Müller, der Leiter der Spritzgießtechnik. „Die Rüstkosten wären immens, denn ein Mitarbeiter müsste den Umbau des Greifers am Linearroboter vornehmen."

Heute werden die Greifer in einem Greiferwechselbahnhof angeordnet und warten dort auf ihren Einsatz. Der sechsachsige Roboter legt den nicht mehr benötigten Greifer dort ab und sucht sich mit Hilfe einer Codierung aus bis zu sechs unterschiedlichen Greifern den richtigen heraus.

Nach den positiven Erfahrungen der ersten Automatisierung an der 650 t Spritzgießmaschine mit mittlerer Schließkraft entschieden sich die Schwaben auch eine Kleinmaschine mit nur 150 t Schließkraft mit einem Sechsachsroboter zu automatisieren. Dabei wurde ein kleiner Konsolroboter KR 6 KS eingesetzt. Der Prozess beinhaltet das Einsetzen von zwei Metallringen, die schräg und frei im Raum positionsgenau abgelegt und umgesetzt werden müssen.

Und ein neues Projekt ist schon in Planung. Drei weitere Konsolroboter wurden in Auftrag gegeben. „Ein komplexes Kunststoffteil muss in hoher Stückzahl und in Varianten gefertigt werden", sagt Müller. Bis Ende 2011 werden fast alle Facharbeiter an den Anlagen geschult sein.

Kuka Roboter GmbH www.kuka-roboter.de

30.09.2011


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