- In Halle 15B werden im Volkswagen-Werk Wolfsburg die frisch lackierten Karossen von vier Vertikalumsetzern in Dachgehänge umgesetzt. Aufgrund von Systemtoleranzen und ungenauen Positionsmessungen traten dabei bislang Positionierprobleme auf. Mit den messenden Lichtvorhängen EZ-Array und dem I/O-System BL67 von Turck arbeiten die Übergabeheber heute ohne Störungen.
Messende Lichtvorhänge für die sichere Übergabe
Auf ihrem Weg von der Lackiererei in die Endmontage müssen die lackierten Karossen von einem Skid-System auf ein Dachgehänge wechseln. Die Übergabe erfolgt mit vier Hebern, die die Karosse so weit anheben, dass zwei Greifarme des Transportgehänges in die Fensteröffnungen der Front- und Heckscheiben einfahren und das Fahrzeug nach oben heben.
Knackpunkt war die exakte Definition des Übernahmepunktes, so dass es nicht zu einem Kontakt zwischen Fahrzeug und den Transportklappen kommt. Denn die Übergabepositionen der Karossen wurden mittels Endschalterpositionierung beziehungsweise auf Basis eines Weg-Messsystems bestimmt. Das Heranfahren der Greifarme an das Fahrzeug erfolgte quasi auf Verdacht.
Daher war also ein neues Messverfahren erforderlich. In einem gemeinsamen Projekt kamen die Abteilungen Instandhaltung und Prozessoptimierung Fördertechnik zu dem Schluss, dass der effizienteste Lösungsansatz der Einsatz von messenden Lichtgittern sei. Nach einer Analyse verschiedener Modelle und Anbieter fiel die Wahl auf die EZ-Array-Modelle von Turcks Optik-Partner Banner Engineering und das BL67 I/O-System von Turck.
Im Prinzip bestehen die messenden Lichtvorhänge aus zahlreichen nebeneinander angeordneten Lichtschranken, die bei Unterbrechen eines Lichtstrahls ein Signal senden. Bei VW werden pro Übergabeheber zwei EZ-Array-Paare mit je 900 bzw. 1200 mm Länge eingesetzt, die die exakte Position der Fahrzeug-Dachkante sowie die Positionen der vorderen und hinteren Gehängeklappe in Echtzeit erfassen. Anhand der erkannten Dachkantenposition können die Klappen entsprechend verfahren werden. Selbst ein Versatz der Karossen während des Übergabeprozesses wird durch das Lichtgitter zuverlässig erkannt.
Gegenüber dem zuvor eingesetzten Weg-Messsystem ließ sich die Zahl der Übergabeprobleme so schon in den ersten vier Wochen um fast 50 Prozent reduzieren. Inzwischen sind vier Übergabeheber mit den messenden Lichtgittern ausgerüstet. Seit dem seien so gut wie keine Probleme mehr aufgetreten, heißt es aus dem Kreis der Projektbeteiligten.
Hans Turck GmbH & Co. KG www.turck.com
