Login
Das Equator Messsystem ersetzt mehrere zweckgebundene Messvorrichtungen
Dank des softwaregesteuerten Equator Messsystems von Reni- shaw konnte Meyer Tool, ein US-Hersteller von Bauteilen für Flugzeugtriebwerke, die Kosten für zahlreiche zweckgebundene Messvorrichtungen einsparen.
Das Equator Messsystem ersetzt mehrere zweckgebundene Messvorrichtungen
Leichtbauweise der parallelen Kinematikstruktur erlaubt sehr schnelle Bewegungen

Kosten fester Messsysteme senken

Bei dimensionalen Messungen im Prozess verlässt sich Meyer Tool grundsätzlich auf fertigungszellen-basierte taktile Messvorrichtungen, die Einzelpunktmessungen unter Verwendung pneumatischer Digitaltaster durchführen. Feste Messvorrichtungen in einer Fertigungszelle liefern sehr schnell Rückmeldungen, sind aber teuer.

„Wenn wir eine komplette Düsenlehre herstellen, kann es sein, dass sechs bis zehn Spannmittel mit jeweils sechs bis 20 Messtastern benötigt werden. Wenn sich ein Merkmal oder eine Toleranz am Werkstück ändern, entsteht ein zusätzlicher Zeitaufwand für Änderung oder Abnahme der Messvorrichtung", berichtet Beau Easton, Qualitätsmanager von Meyer Tool.

Als Easton und dem SPC-Manager Bridget Nolan das Equator Messsystem vorgestellt wurde, haben sie sofort dessen Potenzial erkannt. Das System arbeitet mit der Methode der vergleichenden Referenzierung („Mastering"): Dabei wird ein Masterteil mit bekannten Abmessungen verwendet, um das System zu „nullen". Alle anschließenden Messungen werden mit diesem Werkstück verglichen.

Das Equator-System basiert auf einer parallelen Kinematikstruktur. Die Leichtbauweise der Struktur erlaubt sehr schnelle Bewegungen, bei gleichzeitig hoher Steifigkeit und Wiederholgenauigkeit. Das System verwendet taktile und scannende Messtaster, Tastereinsätze und Wechselmagazine sowie die Programmiersoftware Modus Equator. Drei bis fünf feste Messvorrichtungen können damit in einer Meyer Tool-Fertigungszelle ersetzt werden.

Das Equator Messsystem wird derzeit in einem mannarmen Fertigungsprozess in der Werkstattumgebung eingesetzt. Es ist im Orion SPC-System von Meyer Tool integriert: Orion kommuniziert mit der Modus-Software und liefert dem Bediener Ergebnisse in Form von Maßangaben, SPC-Diagrammen usw. So kann der Bediener die CNC-Bearbeitung optimieren.

„Wenn man bedenkt, dass der Maschinenbediener variable Daten erhält und das aktuelle Werkstück mit früheren Messungen vergleichen kann, ist das hier nicht einfach nur eine Ausschussanalyse", erklärt Nolan. Mit dem Wechselmagazin nutzt er mindestens vier unterschiedliche Tastereinsätze, ohne bei jedem Wechsel nachkalibrieren zu müssen. „Das ist sehr praktisch", sagt Nolan. Denn ein „Re-Mastering" bei jedem Werkstückwechsel ist nicht erforderlich.

Renishaw GmbH www.renishaw.de

31.05.2011


Weitere Artikel zum Thema
Mehr zu Automatisierungstechnik Mehr zu Automatisierungstechnik Mehr zu Messtechnik Mehr zu Messtechnik

Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe