- Der Antrieb einer neuen Rohrziehanlage von Schoeller Werk strotzt geradezu vor Kraft. Um bei einer Störung hohen Schaden zu verhindern, vertraut man auf individuell ausgelegte Schwerlastdämpfer der Weforma Dämpfungstechnik.
Notbremsen für geballte Motorkraft
Für die Herstellung von kalt nachgezogenen Edelstahlrohren für Kraftwerke und Automobilbau haben Konstruktionsleiter Frank Niebes und sein Team eine neue Rohrziehanlage gebaut. Diese verfügt über eine Motorleistung von 38 kW, die über einen Keilriemen, eine 110 mm Antriebswelle und ein Schneckengetriebe auf die Zugkette übertragen wird. Die Zugkette läuft mit konstanter Geschwindigkeit und überträgt eine Zugkraft von sechs Tonnen.
Die hohen Temperaturen von etwa 100 °C unmittelbar nach dem Ziehen lassen erahnen, wie hoch die Kräfte sind, die beim Umformprozess auf das Material einwirken. „Wenn die Rohre am Ende den Ziehstein verlassen, tritt der sogenannte Entlastungsschlag auf. Das ist eine hohe Belastung für die Anlage", erklärt Johann Hacken, Maschinenbaumechaniker bei Schoeller Werk. Hierdurch und durch die hohe Krafteinwirkung während des Betriebs kann Materialermüdung auftreten. Reißt die Verbindung von Ziehwagen und Zugkette infolgedessen ab, können die beiden Bauteile nicht mehr am voreingestellten Punkt pneumatisch entkoppelt werden, und der Ziehwagen würde mit der vollen Motorleistung gegen den Anschlag gezogen.
„Wir haben die Anlage mit zwei hydraulischen Schwerlastdämpfern LDS-75-250 als Notstopp ausgerüstet. Die wandeln die hohe auftretende Energie zuverlässig und effektiv in Wärme um", erläutert der verantwortliche Weforma-Techniker Stephan Meeßen. Während die Dämpfer den Ziehwagen sanft abbremsen, schaltet ein elektrischer Notausschalter den Motor ab. So bleibt eine Störung nahezu folgenlos. Die Dämpfungscharakteristik der Notstopper besteht aus zwei hintereinander liegenden, linearen Kennlinien. So wird die Bewegung zunächst sanft abgebremst und dann effizient verzögert.
Weforma Dämpfungstechnik GmbH www.weforma.com
