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Vorbild Natur: Die indische Stabheuschrecke inspiriert das Forschungszentrum Informatik Karlsruhe

Leichte Antriebe für die sechsbeinige Laufmaschine

Die Gelenkwinkel der Beine werden durch hochpräzise, optische Encoder erfasst
Die Gelenkwinkel der Beine werden durch hochpräzise, optische Encoder erfasst

Die Natur als Vorbild für effiziente und nachhaltige Technologien ist en vogue. Ein Beispiel neben Festos Smartbird ist die sechsbeinige Laufmaschine Lauron des Forschungszentrums Informatik Karlsruhe. Der Gewinner des Faulhaber Uni-Projekt-Awards soll etwa zur Suche nach Verschütteten in teileingestürzten Gebäuden eingesetzt werden.

Vorbild ist die indische Stabheuschrecke: Es besitzt sechs Beine an einem länglichen Zentralkörper, in dem die notwendige Steuerungselektronik untergebracht ist. Jedes der sechs 50 cm langen Beine besitzt einen federgedämpften Fuß und kann mit Hilfe von drei Gelenken bewegt werden. In jedem Fuß befinden sich 3D-Kraftsensoren und Federkraft-Messsysteme, die zusammen mit einer Motorstrommessung genutzt werden, um Kollisionen und den Kontakt mit dem Boden zu erkennen. Bei der Antriebslösung war hohe Leistung bei geringem Gewicht von besonderem Interesse. Deshalb entschied sich das FZI-Projektteam für eine Motor-/Getriebekombination aus einem DC-Kleinstmotor Serie 2657…I E2 mit Planetengetriebe Serie 26/1. Um die bewegte Masse zu reduzieren, wurden die Antriebe nah am Körper platziert. Mittels Getriebe und Seilzügen wird die Kraft der 20 graphitkommutierten DC-Antriebe von dort auf die Gelenke übertragen.

Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG www.faulhaber.com/uni-projekt-award

31.08.2011


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